Vereinsgeschichte
Von 1980 bis 1995 gab es in Eferding keinen Karateverein mehr.
Und das obwohl die Bezirkshautpstadt Anfang der 70‘er Jahre die ersten in Oberösterreich waren,
in der Shotokan-Karate gelehrt und ausgeübt wurde.
Einer von damals, der Eferdinger Christian Oberreiner, ließ 1995 die Tradition wieder aufleben.
Der damals 34-jährige Lokführer konnte bereits auf 20 Jahre Karate-Do Erfahrung verweisen,
ist Träger des 3. DAN, und staatlich geprüfter Lehrwart.
Gemeinsam mit Johannes Wimmer wurde der Verein UNION KARATE-DO EFERDING 1995 neu gegründet.
Mit Alexandra Berner und Katrin Wimmer waren 2 Mitglieder im Juniorennationalteam international erfolgreich im Sportkarate.
2003 konnte mit Rudi Bernsteiner ein weiterer Trainer mit langjähriger Erfahrung gewonnen werden.
Unter anderem trainierte Rudi jahrelang in Südafrika und Namibia.
Er belegte die Dan-Prüfung bei KANAZAWA Hirokazu Kancho (10.DAN) persönlich.
Wie Karate von einem Mitglied beschrieben wird
Karate bietet viel Platz für Mythen, Unwahrheiten und Spekulationen, inszeniert durch die Filmfabrik Hollywoods.
Wahr ist aber, dass durch die Konzentration der inneren Stärke, vereint mit Technik, Schnelligkeit und Kraft wirklich vieles möglich ist,
wie z.B. das Durchschlagen eines Holzbrettes. Denn Karate geht in Wirklichkeit philosophisch viel tiefer,
ist in seiner Komplexität weitaus vielschichtiger und verlangt die reflektierte Auseinandersetzung mit den eigenen Schwächen und Stärken des Körpers,
des Denkens und des Handelns, im Sport wie auch im Alltag!
Union Karate-Do Eferding bietet eine Ausbildung des traditionellen Shotokan-Karates, abseits der Meisterschaftswettkämpfe.
Unser Sensei (jap.: Lehrer), Christian Oberreiner, kann, sowie unsere beiden anderen Trainer Charly Raab und Rudi Bernsteiner,
auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen, von der wir Schüler nur profitieren können.
Mit neuen Trainingsansätze und einer enormen Geduld das bereits Erlernte zum wiederholten Male zu erklären,
legen unsere Trainer nicht nur Wert auf Technik, Kraft, Ausdauer und schnelle koordinierte Bewegungen,
sondern auch auf die Konzentration der inneren Kraft, Stärke und der Balance.
Bei so viel Einsatz und Engagement springt die Begeisterung automatisch über und man versucht nun seinerseits das Beste zu geben.
Wenn man bedenkt, dass einer unserer Trainer mit 76 Jahren den Jüngeren immer noch zeigt, wie der Hase läuft,
dann ist es nicht nur seinem Lebensstil zu verdanken, sondern auch seiner Lebensauffassung, geprägt und konditioniert durch bzw. mit Karate.
Bei uns kann jeder auf seinem eigenen Niveau trainieren. Jede Altersgruppe kann bei Karate anfangen also auch Ältere oder Pensionisten (für diesen Sport ist es nie zu spät).
Denn nicht der Sieg über den anderen steht im Mittelpunkt, sondern der Sieg über sich selbst.
Die durch unseren Stilbegründer Funakoshi Gichin (Japan 1868-1957) verankerten 20 Niju-Regeln bilden eine Richtlinie,
die selbst in der heutigen Zeit und in unserer Kultur durchaus ihre Berechtigungen finden.
Für Funakoshi Gichin war Karate nicht nur ein Mittel zur Selbstverteidigung, sondern vielmehr DER Weg um Disziplin,
mentale Stärke, Respekt und Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und den anderen in jeder Lebenslage zu erlangen.
Gelingt uns das immer ? Wohl eher nein, denn wir sind keine Übermenschen. Wir sind eine Gruppe,
die an die gleiche Sache glauben und das gemeinsame Ziel verfolgen, besser zu werden.
Wir schwitzen und arbeiten gemeinsam in einer freundlichen, respektvollen, fast familiären Atmosphäre an unseren Fehlern.
Was für viele als Sport begann, änderte sich im Laufe der Ausbildung zu einer Lebensphilosophie.
Karate ist ein lebenslanger Weg, und beginnt, so wie jeder Weg, mit dem 1. Schritt, also komm und erfahre mehr
Wann: Montag und Mittwoch, Volksschule Süd Eferding, 18.15 – 20.00 Uhr
Wer: Alle Altersgruppen ( Kinder unter 10 Jahren mit Elternteil )
Eine Anmerkung in eigener Sache:
Dieser detaillierte Bericht ist durch die Tatsache begründet, dass mir Karate während und nach einer schweren Erkrankung geholfen hat. Durch diesen Sport hatte ich eine sehr gute körperliche Konstitution und damit glücklicherweise eine gute Basis für den notwendigen Kampf. Neben der wohl wichtigsten Unterstützung durch die Familie, Freunde und Nachbarn, waren es meine Trainer, die zu mir standen, die mir mit Wort und Tat halfen und somit indirekt an die Ideale und an das Gedankengut im Karate erinnerten. Sie gaben mir die Kraft mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und durchzuhalten. Karate hatte sicher nicht den Löwenanteil an meiner Genesung, war aber dennoch ein sehr wesentlicher Punkt, vielleicht sogar das Zünglein an der Waage ..